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<title>Theodor Lipps</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Theodor Lipps</span></h1>
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<p><b>Theodor Lipps</b> (* <a href="28._Juli" title="28. Juli">28. Juli</a> <a href="1851" title="1851">1851</a> in <a href="Wallhalben" title="Wallhalben">Wallhalben</a>; † <a href="17._Oktober" title="17. Oktober">17. Oktober</a> <a href="1914" title="1914">1914</a> in <a href="M%C3%BCnchen" title="München">München</a>) war ein deutscher <a href="Philosoph" title="Philosoph">Philosoph</a> und <a href="Psychologe" title="Psychologe">Psychologe</a> des späten 19.&nbsp;Jahrhunderts. Er galt als einer der Hauptvertreter des <a href="Psychologismus" title="Psychologismus">Psychologismus</a> in Deutschlands und als einer der führenden Philosophen seiner Zeit. Er war Gründer des Psychologischen Institutes an der Universität München 1913. Lipps selber verstand sich als <a href="Ph%C3%A4nomenologie" title="Phänomenologie">Phänomenologe</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<p>Lipps wurde als eines von drei Kindern des Pfarrers Karl Theodor Lipps und dessen erster Frau, der Pfarrerstochter Elise geb. Hoos geboren. Die Mutter starb als Lipps zwei Jahre alt war. Der Vater siedelte nach <a href="Rheing%C3%B6nheim" title="Rheingönheim">Rheingönheim</a> über, dort war Lipps Schüler der Volksschule. Von 1861 bis 1864 besuchte Lipps in Korntal bei Stuttgart die Lateinschule. Im Anschluss wurde er Schüler des <a href="Herzog-Wolfgang-Gymnasium" title="Herzog-Wolfgang-Gymnasium">Herzog-Wolfgang-Gymnasiums</a> in <a href="Zweibr%C3%BCcken" title="Zweibrücken">Zweibrücken</a>. Hier bestand er mit 16 Jahren (1867) als Bester seines Jahrganges das Abitur. Lipps hatte einen Bruder, <a href="Gottlob_Friedrich_Lipps" title="Gottlob Friedrich Lipps">Gottlob Friedrich Lipps</a> (1865–1931), der ebenfalls als Philosoph und Psychologe wissenschaftlich tätig war.
</p>

<p>Im Anschluss daran studierte Lipps von 1867 bis 1871 <a href="Theologie" title="Theologie">Theologie</a> auf Wunsch des Vaters nacheinander in <a href="Erlangen" title="Erlangen">Erlangen</a>, <a href="T%C3%BCbingen" title="Tübingen">Tübingen</a> und in <a href="Utrecht" title="Utrecht">Utrecht</a>. Während seines Studiums wurde er 1868 Mitglied der christlichen <a href="Studentenverbindung" title="Studentenverbindung">Studentenverbindung</a> <a href="CStV_Uttenruthia_Erlangen" title="CStV Uttenruthia Erlangen">Uttenruthia</a>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1872 legte er in <a href="Speyer" title="Speyer">Speyer</a> sein theologisches Examen ab. In Tübingen hatte Lipps sein Interesse an den Ideen von <a href="Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel" title="Georg Wilhelm Friedrich Hegel">Hegel</a> und <a href="Friedrich_Wilhelm_Joseph_Schelling" title="Friedrich Wilhelm Joseph Schelling">Schelling</a> entdeckt. Hundert Jahre vor Lipps hatten sie zusammen mit <a href="Friedrich_H%C3%B6lderlin" title="Friedrich Hölderlin">Friedrich Hölderlin</a> im <a href="Evangelisches_Stift_T%C3%BCbingen" title="Evangelisches Stift Tübingen">Theologischen Stift</a> gewohnt und gemeinsam für die Verbreitung obrigkeitswidriger Ideen der <a href="Franz%C3%B6sische_Revolution" title="Französische Revolution">Französischen Revolution</a> gesorgt.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Entgegen den Erwartungen seines Vaters und der Kirchenbehörde verweigerte Lipps nach seinem Examen die weitere Ausbildung zum Pfarrer und begann stattdessen in Utrecht <a href="Philosophie" title="Philosophie">Philosophie</a> und <a href="Naturwissenschaft" title="Naturwissenschaft">Naturwissenschaften</a> zu studieren.
</p><p>1874 erwarb Lipps als <a href="Hospitant" class="mw-redirect" title="Hospitant">Hospitant</a> in <a href="Bonn" title="Bonn">Bonn</a> mit einer Studie „Zur Herbartschen Ontologie“ den Doktorgrad. Seinen Lebensunterhalt bestritt er in diesen Jahren als Haus- und Gymnasiallehrer. 1877 habilitierte er sich in Bonn mit seiner Arbeit „Grundtatsachen des Seelenlebens“ bei <a href="J%C3%BCrgen_Bona_Meyer" title="Jürgen Bona Meyer">Jürgen Bona Meyer</a> für Philosophie.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Nach einem Lehrauftrag in Bonn (1877–1890) und einer Professur in Breslau (1890–1894) folgte er einem Ruf an die Universität von München (1894–1914), wo er zum Nachfolger von <a href="Carl_Stumpf" title="Carl Stumpf">Carl Stumpf</a> auf dem Lehrstuhl für Systematische Philosophie wurde. Zu seinen Schülern zählen der Philosoph und Soziologe <a href="Max_Scheler" title="Max Scheler">Max Scheler</a>, die <a href="Psychoanalytiker" title="Psychoanalytiker">Psychoanalytikerin</a> <a href="Else_Voigtl%C3%A4nder" title="Else Voigtländer">Else Voigtländer</a> und der marxistische Philosoph <a href="Ernst_Bloch" title="Ernst Bloch">Ernst Bloch</a>. Seit 1899 war er ordentliches Mitglied der <a href="Bayerische_Akademie_der_Wissenschaften" title="Bayerische Akademie der Wissenschaften">Bayerischen Akademie der Wissenschaften</a>.
</p><p>1909 erkrankte Lipps und erholte sich nicht wieder. Er musste seine Tätigkeiten einstellen und starb 1914. Sein Wunsch war es gewesen, in München ein Institut für experimentelle Psychologie zu gründen. Bei seiner Berufung war ihm dies vom zuständigen Staatsministerium auch zugesagt worden. Ein Jahr bevor er starb, wurde das psychologische Institut eröffnet. Nach seinem Tod würdigte ihn die Philosophische Fakultät der Ludwig-Maximilian-Universität so: „15 Jahre bis zum Auftreten einer besorgniserregenden Erkrankung hat LIPPS eine große und segensreiche, weithin bekannte und gerühmte Wirksamkeit entfaltet. … Wir haben in ihm eine führende Philosophengestalt, einen glänzenden Dozenten, einen zuverlässigen Kollegen und einen hervorragenden Vertreter aller Universitätsinteressen verloren.“<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Historischer_Kontext">Historischer Kontext</h2></div>
<p>Die Entstehung vor allem naturwissenschaftlicher Einzelfächer im 19. Jahrhundert an den deutschen Universitäten, veränderte das wissenschaftliche Selbstverständnis der bisher durch die Philosophie beherrschten Lehre und Forschung. Bisher waren philosophische und psychologische Forschungen an Universitäten in den Philosophischen Fakultäten angesiedelt gewesen. Die Psychologie wurde als ein Spezialgebiet der Philosophie angesehen. Philosophen, die sich an der Natur und den Naturwissenschaften orientierten und metaphysikkritische bzw. ametaphysische Auffassungen vertraten, – wie sie z. B. <a href="Richard_Avenarius" title="Richard Avenarius">Avenarius</a>, <a href="Hugo_Dingler" title="Hugo Dingler">Dingler</a>, <a href="Ludwig_Feuerbach" title="Ludwig Feuerbach">Feuerbach</a>, <a href="Johann_Gottfried_Herder" title="Johann Gottfried Herder">Herder</a>, <a href="Ernst_Mach" title="Ernst Mach">Mach</a>, <a href="Karl_Marx" title="Karl Marx">Marx</a>, äußerten – suchten nach neuen Antworten. Sie erwarteten von der psychologischen Forschung neuartige Beiträge zur Lösung philosophischer Probleme, vor allem in der <a href="Erkenntnistheorie" title="Erkenntnistheorie">Erkenntnistheorie</a> und in der <a href="Logik" title="Logik">Logik</a>.
</p><p>Im Zuge eines Aufschwungs der psychologischen Philosophie durch experimentelle Methoden – wie sie <a href="Wilhelm_Wundt" title="Wilhelm Wundt">Wilhelm Wundt</a>, Inhaber eines philosophischen Lehrstuhles, praktizierte – wurden philosophische Lehrstühle immer öfter mit <a href="Experimentelle_Psychologie" title="Experimentelle Psychologie">Experimentalpsychologen</a> besetzt. Diese Veränderungen hatten Konflikte zwischen Philosophen und Psychologen um die Inhalte und Methoden der Philosophie zur Folge. Im Jahr 1912 unterzeichneten dann auch zwei Drittel aller an deutschsprachigen Universitäten lehrenden Philosophen eine Erklärung, in der sie sich gegen eine weitere Besetzung philosophischer Lehrstühle mit Experimentalpsychologen aussprachen.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Themen_seines_Philosophierens">Themen seines Philosophierens</h2></div>
<p>Lipps beschäftigte sich außer mit philosophischen und psychologischen Themen auch mit grundlegenden Fragen zur Aufgabe der <a href="Wissenschaftstheorie" title="Wissenschaftstheorie">wissenschaftlichen Philosophie</a> und mit ihrer Funktion in <a href="Kooperation" title="Kooperation">Kooperation</a> mit anderen Einzelwissenschaften. Die wissenschaftliche Philosophie verstand er als <i><a href="Geisteswissenschaft" title="Geisteswissenschaft">Geisteswissenschaft</a></i> bzw. als <a href="Erfahrung" title="Erfahrung"><i>Wissenschaft der inneren Erfahrung</i></a>. Diese innere Erfahrung sollte durch Selbstbeobachtung und – wie im Institut von Wundt – mit experimentellen Methoden der Psychologie erforscht und dokumentiert werden. Die Einrichtung eines Psychologischen Institutes verzögerte sich. Lipps wollte ein umfassendes Wissen über die Bewusstseinstätigkeiten des Menschen sammeln. Er forschte dazu insbesondere auf dem Gebiet der psychologischen <a href="%C3%84sthetik" title="Ästhetik">Ästhetik</a>; das hieß zu Zeiten Lipps, er forschte über <a href="Wahrnehmung#Wahrnehmungstheorie" title="Wahrnehmung">Wahrnehmungstheorien</a>.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Von seinem philosophisch-psychologischen Schwerpunkt ausgehend entwickelte Lipps unter der Forderung nach einer „reinen Bewusstseinswissenschaft“ Ideen, die er der <a href="Metaphysik" title="Metaphysik">Metaphysik</a> zuordnete. Noch nicht einmal die Naturwissenschaften kämen ohne Behauptungen aus, um die Lücken in der Erfahrung schließen, so meinte er. Er ging davon aus, dass „eine alles ordnende Vernunft“ als Bewusstseinstatsache von jedem Menschen erlebt werden kann. Er beschrieb sie näher als das Erleben des „Du-Solls“. Im Zusammenhang mit dieser Bewusstseinstatsache beschrieb er, dass das Konstruieren der Objekte 'Forderungen' an richtiges Denken stelle, die von überindividueller Qualität seien. Er sah im „Du-Sollst“ ein erlebbares Transzendentes, das er u. a. mit Wörtern wie 'absolutes Subjekt' bzw. 'reine Vernunft' bezeichnete. Diese bewusstseinsimmanente Tatsache ermögliche es Menschen, Wirklichkeit objektiv zu erkennen und zu gestalten.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Lipps Schriften sind eine Fundgrube philosophischer Themen. Er bezog mit eigenen Ideen Stellung zu den philosophischen – u. a. phänomenologischen – Diskussionen seiner Zeit. Er erläuterte diese kompetent und kenntnisreich unter vielen Aspekten und gab Anregungen zum eigenen Weiterdenken. Dies entsprach auch der Art und Weise seines Lehrens. Eine Reihe seiner Veröffentlichungen entstanden in Anlehnung an seine Vorlesungsskripte. Seine Studenten beeindruckte er vor allem mit seiner Sachlichkeit, sowie schonungsloser Offenheit und Redlichkeit hinsichtlich eigener und fremder Sichten, weniger mit dem, was er lehrte. Unter diesen Studenten waren u. a. <a href="Karl_Jaspers" title="Karl Jaspers">Karl Jaspers</a>, <a href="Max_Scheler" title="Max Scheler">Max Scheler</a> und <a href="Ernst_Bloch" title="Ernst Bloch">Ernst Bloch</a>, die bei ihm <a href="Authentizit%C3%A4t#Authentizität_von_Personen" title="Authentizität">authentisches</a> Philosophierens schätzen gelernt hatten und für ihr eigenes Denken genutzt haben.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der autodidaktische Architekt <a href="August_Endell" title="August Endell">August Endell</a>, ebenfalls Student bei Lipps, meinte noch in Studententagen, er stehe zwar auf einem anderen Standpunkt als Lipps, doch er könne viel von ihm lernen.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wissenschaft_der_inneren_Erfahrung">Wissenschaft der inneren Erfahrung</h3></div>
<p>Lipps definierte Philosophie neu. Er bezeichnete sie als <i>Wissenschaft der inneren Erfahrung</i> oder als <i>Geisteswissenschaft</i>. Innerhalb der historisch gewachsenen Bereiche der Philosophie, nämlich Psychologie, Erkenntnistheorie, Logik und Wissenschaft von der Wahrnehmung (<a href="%C3%84sthetik" title="Ästhetik">Ästhetik</a>) sollten grundlegende Zusammenhänge zwischen „Denken, Fühlen und Wollen“ untersucht und beschrieben werden. Auch metaphysische Fragen wollte er erörtern, so fern es sich ergebe, darüber zu reden. Die zentralen Objekte dieses Philosophierens sind „Vorstellungen, Empfindungen und Willensakte“. Sie unterscheiden sich von denen anderer Wissenschaften.
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Ich gestehe keinen anderen Weg zu wissen, wie man zu einem praktisch wertvollen Begriff der philosophischen Wissenschaft gelangen könnte, als den eben bezeichneten.“<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Die einzige Wirklichkeit, die Menschen unmittelbar kennen, ist die, die ihnen durch Gefühle und Empfindungen vertraut ist. Aus dem eigenen Erleben, mit Fühlen, Empfinden und Sehen verbunden, bilden Menschen in Beziehung zu den Dingen, auf die sie treffen, und den Erinnerungen an Erlebtes die jeweils eigene Welt. So kommen sie zusammen mit dem inneren Erleben der Bewusstseinstatsache 'Vernunft' zu Erkenntnissen und Urteilen, die sie zum Handeln befähigen<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Edmund_Husserl" title="Edmund Husserl">Edmund Husserl</a> z. B. lehnte Lipps Ansatz ab und charakterisierte ihn als 'psychologistisch'. Aus Husserls Sicht waren innere Erfahrung und individuelles Erleben nicht geeignet, um eine wissenschaftliche Philosophie zu begründen. Er wollte vom „sachlichen Gehalt“ und der '<a href="Wesensschau" title="Wesensschau">Wesensschau</a>' ausgehen. Anhand logischer Analysen – vor allem mathematischer Urteile – wies er darauf hin, dass die Psyche sich nach einer gegebenen Objektivität zu richten habe und nicht die Objektivität nach der Psyche, wie Lipps in seinen Studien feststellte.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Unterschied zu Wundt wollte Lipps Forschungsergebnisse seiner Wissenschaft der inneren Erfahrung unabhängig von augenblicklichen physiologischen Forschungsergebnissen betrachten, ohne auf den Dialog mit den Physiologen zu verzichten. Beide Wissenschaften sollten sich gegenseitig anregen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Einfühlung"><span id="Einf.C3.BChlung"></span>Einfühlung</h3></div>
<p>Am bekanntesten wurde Lipps mit seiner <a href="Empathie" title="Empathie">'Einfühlungstheorie'</a>. Er hat noch vor den entsprechenden neurobiologischen Forschungsergebnissen über Deutschland hinaus die Empathie als grundlegende Fähigkeit des Menschen ins Zentrum des Philosophierens und der Psychologie gerückt. Lipps verstand „… unter Einfühlung einen Grundvorgang beim unmittelbaren Verstehen von Ausdruckserscheinungen. Einfühlung ist ein inneres Mitmachen, eine imaginierte Nachahmung des Erleben des anderen“. Seine Sicht, die er an Beobachtungen und introspektiv gewonnen hatte, entwickelte sich als zentrale Kategorie für die Sozial- und Humanwissenschaften. 'Einfühlung', so Lipps, schafft die Basis für Mitmenschlichkeit.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mit dieser Sicht schloss Lipps an das an, was <a href="David_Hume" title="David Hume">David Hume</a> ca. 150 Jahre davor über <a href="Sympathie" title="Sympathie">Sympathie</a> geschrieben hatte. Der <a href="Neurowissenschaften" title="Neurowissenschaften">Neurowissenschaftler</a> <a href="Vilayanur_Ramachandran" class="mw-redirect" title="Vilayanur Ramachandran">Vilayanur Ramachandran</a> beschrieb ähnlich wie Lipps diesen Prozess, bei dem „eine Art virtueller Realität erforderlich [ist], eine innere Simulation dessen, was der andere tut“.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Wissen" title="Wissen">Wissen</a> und <a href="Erkenntnis" title="Erkenntnis">Erkennen</a> waren nach Lipps ohne Einfühlen nicht möglich. Entsprechende philosophische Theorien sollten daher diese Eigenart der menschlichen Wahrnehmung mit einbeziehen, um ihre Fragen beantworten zu können. Damit ging er in der Erkenntnistheorie und Logik deutlich über das hinaus, was sonst philosophisch reflektiert wurde.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Lipps arbeitete außerdem „…&nbsp;systematisch die Rolle instinktiver, affektiv-emotionaler und kognitiver Teilprozesse heraus“ und beschäftigte „sich … ausführlich mit einer möglichen handlungsleitenden Funktion des Einfühlungsgeschehens.“<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Denken,_Fühlen,_und_Wollen"><span id="Denken.2C_F.C3.BChlen.2C_und_Wollen"></span>Denken, Fühlen, und Wollen</h3></div>
<p>Menschen können nicht beschreiben, wie ihre Vorstellungen entstehen, auf die sie sich beim Denken beziehen. Vorstellungen tauchen auf –&nbsp;ob wir wollen oder nicht&nbsp;– verschwinden wieder und wenn wir möchten, können wir sie erinnern. Auch die üblichen Hinweise, es seien das Bewusstsein, der Verstand, die Phantasie u. a. <a href="Verm%C3%B6gen_(F%C3%A4higkeit)" title="Vermögen (Fähigkeit)">Instanzen</a>, die Vorstellungen ursächlich hervorrufen, helfen nicht weiter. Bestenfalls können wir schlussfolgernd auf etwas als Ursache schließen, doch nicht behaupten, es sei so bzw. es gäbe derartige Instanzen. Da wir sie nicht wahrnehmen, gibt es keinen Grund sie vorauszusetzen; aus ähnlichen Gründen für unhaltbar halten Physiologen es heute, so Lipps, bestimmte seelische Prozesse an einem bestimmten Ort im Gehirn anzusiedeln. Die <a href="Lokalisationstheorie" title="Lokalisationstheorie">Lokalisationstheorie</a> sei –&nbsp;wie auch die Instanzentheorie&nbsp;– nicht mehr vertretbar. Ähnlich sind auch Denken und alle weiteren Tätigkeiten, einschließlich Fühlen und Wollen nicht isoliert wahrnehmbar.
</p><p>Es sieht eher so aus, als ob wir Vorstellungen selber erzeugen, während wir wahrnehmen, denken, empfinden, fühlen und wollen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Damit postuliert Lipps –&nbsp;ein halbes Jahrhundert bevor Forscher wie <a href="Humberto_Maturana" class="mw-redirect" title="Humberto Maturana">Humberto Maturana</a>, <a href="Heinz_von_F%C3%B6rster" class="mw-redirect" title="Heinz von Förster">Heinz von Förster</a> u. a. die wissenschaftliche Welt mit <a href="Konstruktivismus_(Philosophie)" title="Konstruktivismus (Philosophie)">konstruktivistischen</a> Ideen veränderten&nbsp;– einen <a href="Autopoiesis" title="Autopoiesis">autopoietischen</a> Ansatz.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Objektivität"><span id="Objektivit.C3.A4t"></span>Objektivität</h3></div>
<p>Lipps unterschied zwischen Objektivität des individuellen Ich und der Objektivität des absoluten Ich. Beide zusammen erst konstituieren in jeweils aktuellen Situationen das <i>Objektivitätsgefühl</i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Konstruktion_durch_das_individuelle_Ich">Konstruktion durch das individuelle Ich</h4></div>
<p><a href="Objektivit%C3%A4t" title="Objektivität">Objektivität</a> ist und war ein zentraler Gegenstand der <a href="Metaphysik" title="Metaphysik">metaphysischen</a> Philosophie bzw. eines Philosophierens, das <a href="Wahrheit" title="Wahrheit">Wahrheit</a> sucht. Die Einzelwissenschaften hatten zu Zeiten Lipps Objektivität längst relativiert. Für objektiv wird das gehalten, was eine Mehrheit von Individuen als gegeben und als 'so ist es' betrachtet. Dies kann als <i>konventionelle Objektivität</i> bezeichnet werden. Sie wird entsprechend dem Gegenstand einer bestimmten Wissenschaft über gemeinsam akzeptierte Kriterien definiert.
</p><p>Lipps schlug mit seiner Wissenschaft der inneren Erfahrung einen anderen Weg vor. Es gebe Bewusstseinstatsachen, die signalisierten, da ist etwas, das unabhängig von mir vorhanden ist.
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„[Ich habe das …] Gefühl, dass sich mir etwas entgegensetzt, dass ich auf etwas stoße, das mir fremd ist, kurz ein Gefühl eines Nicht-Ich.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Objektivität ist also etwas, das ich bestimme; es ist mein Gefühl, das Lipps <i>Wirklichkeitsgefühl</i> oder <i>Objektitätsgefühl</i> nannte. Dieses ermögliche erst das Zustandekommen der <i>konventionellen Objektivität</i>. Das <i>Wirklichkeitsgefühl</i> versetzt uns in die Lage, zwischen <a href="Fantasie" class="mw-redirect" title="Fantasie">Fantasiertem</a> und wirklich <a href="Erleben" title="Erleben">Erlebtem</a> zu unterscheiden. Objektivität bzw. Wirklichkeit deshalb bloß für ein Gefühl zu halten, das uns irgendwie als Maßstab zur Verfügung steht, wäre aber ein Irrtum. Das <i>Objektivitätsgefühl</i> erlebt ein Mensch nur, wenn er in einer aktuellen Beziehung zu einem bestimmten Gegenstand steht. Wir können im Hinblick auf das dabei erlebte Empfinden allenfalls verallgemeinerbare Aussagen darüber machen.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> „Der Versuch, eine von allen subjektiven Zutaten befreite absolute objektive Welt in der Vorstellung zu erbauen, hat sich totgelaufen.“ äußerte sich ein Biologe, der Zeitgenosse von Lipps war.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Gegebene_bzw._absolute_Objektivität"><span id="Gegebene_bzw._absolute_Objektivit.C3.A4t"></span>Gegebene bzw. absolute Objektivität</h4></div>
<p>Das Objektivitätsgefühl hat auch eine nicht-individuelle Komponente. Als Bedingung für das Objektivitäts- bzw. Wirklichkeitsgefühls erläuterte Lipps, dass das individuelle Ich sich in bestimmter Weise verhalten muss, damit aktuell ein Wirklichkeits- oder Objektivitätsgefühl entstehen kann.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieses Verhalten werde durch das „Du-Sollst“ ausgelöst. Das „Du-Sollst“ nannte Lipps auch das 'Gebot der Vernunft', sich „logisch richtig“ zu verhalten. Dieses Gebot, beschrieb Lipps, kenne jeder als eigene Bewusstseinstatsache.
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Die Vernunft ist in diesem Sinne eine 'absolute Tatsache', die ich nur in mir erlebe.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Verhält sich das individuelle Ich gemäß der Forderung dieser Bewusstseinstatsache, so erfasst es die objektive Wirklichkeit und 'als Philosoph ist man in der Welt der Dinge an sich'. Diese <a href="Transzendenz" title="Transzendenz">Transzendenz</a> wiederum ist ausschließlich individuell erlebbar.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> An diesem Punkt dürfte sich Lipps' 'objektive Wirklichkeit' mit Husserls 'Wesenschau' verbinden.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Das_Ich">Das Ich</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Das_individuelle_Ich">Das individuelle Ich</h4></div>
<p>Während z. B. <a href="Immanuel_Kant" title="Immanuel Kant">Kant</a> für die Stimmigkeit seiner Philosophie ein nicht erlebbares, „reines Ich“ postulierte, das er auch die <a href="Immanuel_Kant#Erkenntnistheorie" title="Immanuel Kant">'transzendentale Einheit des Selbstbewusstseins'</a> nannte, ging Lipps vom Erleben bzw. der „unmittelbaren Erfahrung“ aus und knüpfte in seinen Darstellungen immer wieder daran an:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Als Objekt der Psychologie bezeichne ich hier das Ich. … ich meine das einzige Ich, das ursprünglich diesen Namen verdient. Ich meine das Ich der unmittelbaren Erfahrung. Ich meine das Ich, das jeder meint, wenn er sagt, ‚ich‘ empfinde Rot oder Weiß, 'ich' stelle ein Haus oder einen Baum vor, ‚ich‘ denke dies oder jenes, 'ich' bin lustig oder traurig. Ich erlebe dieses Ich. Ich erlebe, also erfahre ich mich unmittelbar in jedem Bewusstseinserlebnis.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Das kontinuierliche Erleben und Erfahren verhindert, an diesem Ich zu zweifeln. Ich bin für mich das Nächste, was wirklich ist. Ich bin für mich die selbstverständlichste Wirklichkeit. Die Dinge sind mir ferner, weil sie jeweils 'Nicht-Iche' sind. Ich bin mir bekannt und ich erlebe nicht etwa Erscheinungsweisen meines Ich, sondern ich erlebe in jedem Augenblick mich selber. Dahinter etwas anderes, ein 'substantielles Ich an sich' zu vermuten, würde über das hinausgehen, was beschreibbar ist.
</p><p>Auch die Behauptung, die Dinge seien 'das unmittelbar Wirkliche' sei nicht zutreffend. Diese Auffassung ist nichts als eine nachvollziehbare 'Illusion' und eine 'Folge von Gewöhnung', wie sie naives Denken und wissenschaftliche Unschärfe hervorrufen. Die innere Erfahrung aber zeige, das 'unmittelbar Wirkliche' ist mein Ich und seine Tätigkeiten.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die abstrakte Einheit des Ich, die Kant sich vorstellte, war bei Lipps eine verallgemeinerte Einheit die auch den Körper umfasste. Sie ist aber entsprechend dem empirischen Charakter von Verallgemeinerungen nur an einzelnen Erlebnissen und Erfahrungen reflektierbar, bzw. wird durch die jeweils verschiedenen Arten und Weisen, wie ich mich fühle oder erlebe, bewusst. Das Ich ist daher die Beziehung aller psychischen Erscheinungen auf ein und dieselbe Person, schlussfolgerte ein zeitgenössischer Interpret.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Das_überindividuelle_Ich"><span id="Das_.C3.BCberindividuelle_Ich"></span>Das überindividuelle Ich</h4></div>
<p>Im Zusammenhang mit der Bewusstseinstatsache „Du sollst“, stellte er ein 'überindividuelles Ich' fest, das erlebbar sei und eine Welt überindividueller Werte und Urteile ermögliche. Das „überindividuelle Ich“ nannte er auch das „absolute, bzw. transzendente Subjekt“ oder die „gesetzgebende Vernunft“.
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„[Ich, das individuelle Ich …] werde in meiner Daseinsweise, meinem Urteilen, Werten und Wollen durch das transzendente Subjekt, die Vernunft bestimmt, obzwar bald mehr, bald minder.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Damit hatte Lipps Willkür ausgeschlossen und ein Objektivitätsgefühl benannt, das sich behaupten kann.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine Psychologie, die das individuelle Ich nicht in Beziehung zum überindividuellen richtigen logischen Denken, also in der Beziehung mit der Tatsache sieht, dass Vernünftiges erlebbar ist, beschäftige sich mit einem Ich, das es nicht gebe, schlussfolgerte Lipps.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rezeption">Rezeption</h2></div>
<p>Lipps’ Zeitgenossen beurteilten seine Philosophie unterschiedlich. Einige sahen sich konstruktiv angeregt und unterstützt. <a href="Sigmund_Freud" title="Sigmund Freud">Sigmund Freud</a> schrieb z.&nbsp;B. dass er bei Lipps’ Grundzüge seines eigenen Denkens wiedergefunden habe und zum Weiterentwickeln seiner Theorie angeregt worden sei.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Andere Zeitgenossen kritisierten sein „nivellierendes Denken“ und den „bescheidenen Dienst“, den er damit leiste.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In den „Kantstudien“<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> seiner Zeit wurden Lipps’ Denken als über Kant hinausgehend beschrieben, seine Stellungnahmen zur Psychophysik und die Darstellung seiner Auffassungen als engagiert gewürdigt. Man rückte ihn in die Nähe des <a href="Friedrich_Wilhelm_Joseph_Schelling" title="Friedrich Wilhelm Joseph Schelling">Schellingschen Idealismus</a>, da er ein „Weltbewusstsein“ annehme, das allen Naturerscheinungen zugrunde liege.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine umfassende Rezeption und breite wissenschaftliche Diskussion seiner Forschungsergebnisse und Ideen hat bisher noch nicht stattgefunden. Es gibt seit 2013 eine von dem Philosophen Faustino Fabbianelli (<a href="Universit%C3%A4t_Parma" title="Universität Parma">Universität Parma</a>) herausgegebene vierbändige Sammlung der meisten Schriften Lipps’. Sie enthält auch unveröffentlichte Texte aus dem Nachlass. Einige Texte von Lipps sind inzwischen digital zugänglich. Eine Reihe Schriften sind als Nachdrucke erhältlich. In die neueren Diskussionen um empathische Konzepte wurden Lipps’ Konzepte bisher nicht einbezogen. Es bleibt weitgehend bei historischen Hinweisen auf sein Verdienst als Ideengeber der „Einfühlungstheorie“.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Vereinzelt wird erwähnt, dass Lipps’ Darstellungen als Verbindung zwischen Philosophie und Neurowissenschaften geeignet sind und klare Bezüge zu David Hume enthalten.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
In <a href="Kunst" title="Kunst">Kunst</a>, <a href="Architektur" title="Architektur">Architektur</a> und <a href="Kulturwissenschaften" class="mw-redirect" title="Kulturwissenschaften">Kulturwissenschaften</a> werden Lipps’ Beschreibungen des Wahrnehmens und seine Einfühlungstheorie als Grundlagentexte veröffentlicht, bzw. thematisch verwendet.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schriften">Schriften</h2></div>
<ul><li><i>Grundtatsachen des Seelenlebens.</i> Cohen, Bonn 1883. (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=_qARAAAAYAAJ&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de&amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;cad=0#v=onepage&amp;q&amp;f=false">Digitalisat</a>)</li>
<li><i>Grundzüge der Logik.</i> Voss, Hamburg/Leipzig 1893. (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=9rpWAAAAYAAJ&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de&amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;cad=0#v=onepage&amp;q&amp;f=false">Digitalisat</a>)</li>
<li><i>David Hume: Ein Traktat über die menschliche Natur. Band 1-3.</i> Voss, Hamburg/Leipzig 1894 (Übersetzung).</li>
<li><i>Raumästhetik und geometrisch-optische Täuschungen.</i> Barth, Leipzig 1897. (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://kvk.bibliothek.kit.edu/view-title/index.php?katalog=ARCHIVE_ORG&amp;url=http%3A%2F%2Farchive.org%2Fdetails%2Fb21524014&amp;signature=nYvSlduPiJK66_HojSiQxauTdoaM3XWsZUuIeZi-4Zk&amp;showCoverImg=1">Digitalisat</a>)</li>
<li><i>Komik und Humor.</i> Voss, Hamburg/Leipzig 1898. (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://kvk.bibliothek.kit.edu/view-title/index.php?katalog=ARCHIVE_ORG&amp;url=http%3A%2F%2Farchive.org%2Fdetails%2Fkomikundhumorei01lippgoog&amp;signature=1DmsBL9zZTsxAubW_cBzkCow0yBB3_a_2NtcG_9Blx4&amp;showCoverImg=1">Digitalisat</a>)</li>
<li><i>Die ethischen Grundfragen: Zehn Vorträge.</i> Voss, Hamburg/Leipzig 1899. (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://kvk.bibliothek.kit.edu/view-title/index.php?katalog=ARCHIVE_ORG&amp;url=http%3A%2F%2Farchive.org%2Fdetails%2Fdieethischengru00lippgoog&amp;signature=zizy80TiQBGv-aawQrqotWvUB5W2kxuYoHUo0bZhxsc&amp;showCoverImg=1">Digitalisat</a>)</li>
<li><i>Vom Fühlen, Wollen und Denken.</i> Barth, Leipzig 1902. (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://digital.ub.uni-leipzig.de/mirador/index.php#57bdf715-f528-4837-bffc-cc4015e06881">Digitalisat der 2. Auflage 1907</a>)</li>
<li><i>Leitfaden der Psychologie.</i> Engelmann, Leipzig 1903. (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/leitfadenderpsy00lippgoog">Digitalisat</a>)</li>
<li><i>Ästhetik.</i> Voss, Hamburg/Leipzig 1903–1906. (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://kvk.bibliothek.kit.edu/view-title/index.php?katalog=ARCHIVE_ORG&amp;url=http%3A%2F%2Farchive.org%2Fdetails%2Fsthetikpsycholo00lippgoog&amp;signature=wB_CtDQj4YW1fzElm68FIlZig-rhHyC4u4F_Uho6iDU&amp;showCoverImg=1">Digitalisat</a>), (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:1-983186">Digitalisat</a>)</li>
<li><i>Philosophie und Wirklichkeit.</i> Winter, Heidelberg 1908. (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://kvk.bibliothek.kit.edu/view-title/index.php?katalog=ARCHIVE_ORG&amp;url=http%3A%2F%2Farchive.org%2Fdetails%2Fphilosophieundw00lippgoog&amp;signature=1wdC9cHgxM433_KB9G1vm-fBa4b3UhlhvBbItCR7cEU&amp;showCoverImg=1">Digitalisat</a>)</li>
<li><i>Schriften zur Psychologie und Erkenntnistheorie; 4 Bände: 1. Band (1874-1899) – 2. Band (1900-1902) – 3. Band (1902-1905) – 4. Band (1906-1914)</i> Herausgegeben von Faustino Fabbianelli (Universität Parma). Würzburg 2013.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Conrad Müller: <i>Theodor Lipps' Lehre vom Ich in ihrem Verhältnis zur Kantischen.</i> Berlin 1912.</li>
<li>Ernst Bloch: <i>Nachruf auf Theodor Lipps.</i> 1914. in: <i>Werke 10.</i> S. 53–55.</li>
<li>Georgi Schischkoff (Hrsg.): <i>Philosophisches Wörterbuch.</i> Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1982, ISBN 3-520-01321-5.</li>
<li><a href="Wolfhart_Henckmann" title="Wolfhart Henckmann">Wolfhart Henckmann</a>: <cite style="font-style:italic">Lipps, Theodor</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Neue_Deutsche_Biographie" title="Neue Deutsche Biographie">Neue Deutsche Biographie</a></cite>. (NDB). <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>14</span>. Duncker &amp; Humblot, Berlin 1985, ISBN 3-428-00195-8, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>670–672</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutsche-biographie.de/gnd117057436.html#ndbcontent">deutsche-biographie.de</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Theodor+Lipps&amp;rft.atitle=Lipps%2C+Theodor&amp;rft.au=Wolfhart+Henckmann&amp;rft.btitle=Neue+Deutsche+Biographie&amp;rft.date=1985&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3428001958&amp;rft.pages=670-672&amp;rft.place=Berlin&amp;rft.pub=Duncker+%26+Humblot&amp;rft.volume=14" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Stefan Liekam: <i>Empathie als Fundament pädagogischer Professionalität. Analysen zu einer vergessenen Schlüsselvariablen der Pädagogik.</i> München 2004.</li>
<li>Thomas Friedrich, Jörg H. Gleiter (Hrsg.): <i>Einfühlung und phänomenologische Reduktion: Grundlagentexte zu Architektur, Design und Kunst.</i> Münster 2007.</li>
<li>Robin Curtis, Gertrud Koch (Hrsg.): <i>Einfühlung. Zu Geschichte und Gegenwart eines ästhetischen Konzepts</i>. München 2008</li>
<li><a href="Thomas_Anz" title="Thomas Anz">Thomas Anz</a>: <i>Emotionen in Literatur und Wissenschaft. Einfühlung als (alter) neuer Weg der Erkenntnis.</i> In: Karl Ermert (Hg.): <i>Und noch mal mit Gefühl … Die Rolle der Emotionen in der Kultur und Kulturvermittlung.</i> Norderstedt 2011.</li>
<li>Christa Dunst: <i>Empathie im Wandel. Eine retrospektive Betrachtung hin zu einer Erweiterung des Terminus in der Personenzentrierten Psychotherapie durch die Erkenntnisse der Neurowissenschaften</i>. Wien 2012.</li>
<li>Ludwig Binswanger: <i>Lipps und seine Lehre von den Bewusstseinserlebnissen</i> In: Ders. <i>Einführung in die Probleme der Allgemeinen Psychologie</i>. Heidelberg 2013, S. 158–17.</li>
<li>Julius Pikler: <i>Über Theodor Lipps' Versuch einer Theorie des Willen.</i> Forgotten Books 2013. (Erstveröffentlichung 1908); <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.at/books?id=o1Q_AAAAIAAJ">books.google.at</a></li>
<li>Johannes Orth: <i>Gefühl und Bewusstseinslage.</i> Norderstedt 2015 (Erstveröffentlichung 1903); <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=aJO6BwAAQBAJ&amp;pg=PP1&amp;lpg=PP1&amp;dq=Johannes+Orth+Gef%C3%BChl+Bewusstseinslage&amp;source=bl&amp;ots=CmeSrDqeso&amp;sig=gvanW69rl0DqrLbbrfQWvGEYO7M&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ved=0CCcQ6AEwAGoVChMIw_PqjrSNyAIVJ71yCh2jxAcS#v=onepage&amp;q=Johannes%20Orth%20Gef%C3%BChl%20Bewusstseinslage&amp;f=false">books.google.de</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Leopold_Petri" title="Leopold Petri">Leopold Petri</a> (Hrsg.): <i>Mitgliederverzeichnis des Schwarzburgbundes.</i> Vierte Auflage, Bremerhaven 1908, S. 64, Nr. 1373.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Thomas Assheuer: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeit.de/2007/52/OdE9-Geist"><i>Die Gefährten</i>.</a> In: <i><a href="Die_Zeit" title="Die Zeit">Die Zeit</a></i>, Nr. 52/2007.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Wolfhart Henckmann: <cite style="font-style:italic">Lipps, Theodor</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Neue_Deutsche_Biographie" title="Neue Deutsche Biographie">Neue Deutsche Biographie</a></cite>. (NDB). <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>14</span>. Duncker &amp; Humblot, Berlin 1985, ISBN 3-428-00195-8, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>670–672</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutsche-biographie.de/gnd117057436.html#ndbcontent">deutsche-biographie.de</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Theodor+Lipps&amp;rft.atitle=Lipps%2C+Theodor&amp;rft.au=Wolfhart+Henckmann&amp;rft.btitle=Neue+Deutsche+Biographie&amp;rft.date=1985&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3428001958&amp;rft.pages=670-672&amp;rft.place=Berlin&amp;rft.pub=Duncker+%26+Humblot&amp;rft.volume=14" style="display:none">&nbsp;</span> Weitere Infos zum Lebenslauf: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160821135435/http://www.pfaelzer-muehlenland.de/fileadmin/PDF/Theodor_Lipps.pdf"><i>Geisteswissenschaftler: Der Philosoph Theodor Lipps aus Wallhalben</i>.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 21. August 2016 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>; PDF) Homepage der Geburtsgemeinde Wallhalben.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Kurt Lukasczyk: <i>Die Gründung des psychologischen Instituts der Ludwig-Maximilians-Universität München.</i> Vortrag am 5. Dezember 2001 auf dem Gedenksymposium der Fakultät für Psychologie und Pädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität München anlässlich des 150. Geburtstages von Theodor Lipps.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Kurt Lukasczyk: <i>Die Gründung des psychologischen Instituts der Ludwig-Maximilian-Universität München.</i> - Zu diesem Abschnitt auch&nbsp;: <a href="Karl_Vorl%C3%A4nder" title="Karl Vorländer">Karl Vorländer</a>: <i>Geschichte der Philosophie</i>. 5. Auflage. Band 2. Leipzig 1919, S. 492–503; <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeno.org/nid/20009277218">Digitalisat.</a> <a href="Zeno.org" title="Zeno.org">zeno.org</a></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Lipps: <i>Grundtatsachen des Seelenlebens</i>, Einleitung. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.gleichsatz.de/b-u-t/begin/lipps/LT-grund1.html">online</a></span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Philosophie und Wirklichkeit</i>, S. 38f. – vgl. a. Max Frischeisen-Köhler, Willy Moog: <i>Jahrbücher der Philosophie</i>, Band 1, 1913, S. 219.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://unitn.academia.edu/RPoli">Roberto Poli</a>: <i>In Itinere: European Cities and the Birth of Modern Scientific Philosophy.</i> Amsterdam 1997, S. 47.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.text-raum.de/uber-uns/helge-david">Helge David</a>: <i>An die Schönheit. August Endells Texte zu Kunst und Ästhetik 1896 bis 1925.</i> Weimar 2008, S. 13.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Lipps: <i>Grundtatsachen des Seelenlebens</i>. S. 3.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Lipps: <i>Philosophie und Wirklichkeit.</i> Heidelberg (Carl Winter) 1908. 39 S.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Johannes_Hirschberger" title="Johannes Hirschberger">Johannes Hirschberger</a>: <i>Geschichte der Philosophie, Band II.</i> Frechen o.&nbsp;J., S. 595–597.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Christa Dunst: <i>Empathie im Wandel. Eine retrospektive Betrachtung hin zu einer Erweiterung des Terminus in der Personenzentrierten Psychotherapie durch die Erkenntnisse der Neurowissenschaften.</i> Diplomarbeit. Wien 2012, S. 15f.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://othes.univie.ac.at/4219/">Marie-Therese Thill</a>: <i>Das mimetische Gehirn. Mimesis und Empathie im Kontext des menschlichen Spiegelneuronensystems.</i> <a rel="nofollow" class="external text" href="http://othes.univie.ac.at/4219/1/2009-03-16_0103237.pdf">Diplomarbeit.</a> (PDF) Wien 2009, S. 35–38.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://universität-potsdam.academia.edu/MatthiasSchlossberger">Matthias Schloßberger</a>: <i>Die Erfahrung des Anderen: Gefühle im menschlichen Miteinander.</i> München 2005, d.v.a. S. 63–76.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Stefan Liekam: <i>Empathie als Fundament pädagogischer Professionalität. Analysen zu einer vergessenen Schlüsselvariable der Pädagogik.</i> München 2004, S. 26 f.; <a rel="nofollow" class="external text" href="https://edoc.ub.uni-muenchen.de/2514/1/Liekam_Stefan.pdf">ub.uni-muenchen.de</a> (PDF; 1,4&nbsp;MB).</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Lipps, <i>Grundtatsachen des Seelenlebens</i>, S. 18–27.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Lipps: <i>Fühlen, Wollen und Denken</i>. S. 10–12.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Jakob_von_Uexk%C3%BCll" title="Jakob von Uexküll">Jakob von Uexküll</a>: <i>Theoretische Biologie.</i> Frankfurt a. M. 1973, S. 339.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <i>Denken, Fühlen, Wollen</i>, S. 53–55.</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Philosophie und Wirklichkeit, S. 27–37.- Vgl. a. <a href="Wolfgang_R%C3%B6d" title="Wolfgang Röd">Wolfgang Röd</a>: <i>Geschichte der Philosophie, Band 12. Die Philosophie des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts.</i> München 2004, S. 258.</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Zu Husserl und Lipps vgl. u. a. Eduard Marbach: <i>Das Problem des Ich in der Phänomenologie Husserls</i>. Heidelberg 2013, d.v.a. S. 220–234.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Lipps: <i>Philosophie und Wirklichkeit.</i> S. 7–15.</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Lipps: <i>Vom Fühlen Wollen und Denken</i>. Norderstedt 2015, S. 180–182. Johannes Orth: <i>Gefühl und Bewusstseinslage.</i> Norderstedt 2015, S. 24f. Erstveröffentlichung 1903.</span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Denken, Fühlen, Wollen</i>. S. 54.</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Philosophie und Wirklichkeit</i>. S. 27–37.</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Liliane_Weissberg" title="Liliane Weissberg">Liliane Weissberg</a>: „Mut und Möglichkeit“. Sigmund Freud liest Theodor Lipps. – In: Mark H. Gelber, Jakob Hessing (Hrsg.): Integration und Ausgrenzung: Studien zur deutsch-jüdischen Literatur- und Kulturgeschichte von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Festschrift für Hans Otto Horch zum 65.&nbsp;Geburtstag. Berlin/New York; de Gruyter 2009, S.&nbsp;159–170.</span>
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
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<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/117057436">Werke von und über&nbsp;Theodor Lipps</a>&nbsp;in der <a href="Deutsche_Digitale_Bibliothek" title="Deutsche Digitale Bibliothek">Deutschen Digitalen Bibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.gutenberg.org/ebooks/author/2709">Werke von Theodor Lipps</a> im <a href="Project_Gutenberg" title="Project Gutenberg">Project Gutenberg</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160821135435/http://www.pfaelzer-muehlenland.de/fileadmin/PDF/Theodor_Lipps.pdf"><i>Der Philosoph Theodor Lipps aus Wallhalben</i>.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 21. August 2016 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>; PDF) pfaelzer-muehlenland.de</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://scriptorium.hfg-karlsruhe.de/">Einige Texte von Lipps im Original.</a> scriptorium.hfg-karlsruhe.de</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://vlp.mpiwg-berlin.mpg.de/library/search?-format=search&amp;-op_referencetype=eq&amp;referencetype=&amp;-op_author=all&amp;author=Lipps%2C+Th&amp;-op_title=all&amp;title=&amp;-op_secondarytitle=all&amp;secondarytitle=&amp;-op_sql_year=numerical&amp;sql_year=&amp;-op_fullreference=all&amp;fullreference=&amp;-op_online=numerical&amp;-op_id=numerical&amp;id=&amp;online=1&amp;-op_volumeid_search=ct&amp;volumeid_search=&amp;-op_project=eq&amp;project=&amp;-max=25&amp;-display=short&amp;-sort=author%2Csql_year&amp;-find=+Start+Search+">Eine Reihe digitalisierte Texte</a> von Lipps im Projekt <a href="Virtual_Laboratory" title="Virtual Laboratory">Virtual Laboratory</a> des <a href="Max-Planck-Institut_f%C3%BCr_Wissenschaftsgeschichte" title="Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte">Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte</a> auf vlp.mpiwg-berlin.mpg.de</li>
<li>Faustino Fabbianelli: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://podcasts.uni-freiburg.de/philosophie-sprache-literatur/husserl-archiv/colloquium-phaenomenologicum-im-sommersemeter-2014/57710390">Psychologie und Metaphysik in Theodor Lipps’ Phänomenologie.</a> Vortrag an der Universität Freiburg.</li></ul>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-p" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten&nbsp;(Person): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/117057436">117057436</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/n88297967">n88297967</a></span> | <a href="Web_NDL_Authorities" title="Web NDL Authorities">NDL</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.ndl.go.jp/auth/ndlna/00523878">00523878</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/19725350/">19725350</a></span> | </div>
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